Erste Nutzer werden an Lienzer Glasfasernetz angeschlossen

Rainer Mariacher von der Firma Spleißtechnik West beim „Einjetten“ der Glasfaserkabel. Foto: Stadt Lienz/Bernd Lenzer

Ausbau des schnellen „RegioNet“ mit 100 MegaBit-Leitungen ist in der Endphase.

Nach den Grabungen für das vom Lienzer Wasserwerk betriebene schnelle Breitband-Netz „Regio-Net“, wird jetzt in die verlegten Rohre und in viele Kilometer Leerverrohrung der Stadtwärme, des Abwasserverbandes und der Tinetz das wichtigste Element des Projektes „eingeblasen“: die Glasfaserkabel.

Fachleute wie Rainer Mariacher, Gründer und Geschäftsführer der Firma Spleißtechnik West (STW), die diese Arbeiten durchführt, sprechen von „einjetten“. Mittels Druckluft und hydraulischem Schub schweben rund 67 Kilometer Glasfaserkabel unterirdisch auf einem Luftpolster durch die Leerrohre.„Das verhindert Reibungsverluste, ist materialschonend, zeit- und kostensparend“, erklärt Mariacher.

Mittlerweile können die ersten 400 Nutzer bereits an das Hochgeschwindigkeits-Internet im Lienzer Talboden angeschlossen werden. Insgesamt 15 Gemeinden des Planungsverbandes werden sukzessive mit den 100 MegaBit-Leitungen ausgestattet. „Bis Ende des Jahres soll der überwiegende Teil der Gemeinden mit den Hauptleitungen erschlossen sein“, schätzt Oskar Januschke vom Stadtmarketing, der auch Leiter der Standortentwicklung ist.

Der Planungsverband Lienzer Talboden ist der erste Gemeindeverband Tirols, der ein gemeinsames Glasfasernetz errichtet. „Damit leisten wir für den Zukunftsraum Lienzer Talboden echte Pionierarbeit, die in weiterer Folge auch für die Standortentwicklung von großer Bedeutung sein wird“, ist die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik überzeugt. Der PV 36 ist der weitaus größte von drei Osttiroler Verbänden. Er umfasst mit rund 28.000 Einwohnern mehr als die Hälfte der Bezirksbevölkerung und wird vom Dölsacher Bürgermeister Josef Mair geleitet.

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